Vor allem Vögel sind es, die die Früchte aufnehmen, die Kerne danach ausscheiden und so verbreiten. Doch Mäuse vertilgen die Samen.
Das Wild verbeißt die Keimlinge und die Jungpflanzen stärker als die von anderen Gehölzarten. Und schließlich bedrängen wüchsigere Baumarten die wenigen übrig bleibenden Pflanzen. Die Abkehr von Licht durchfluteten Mittelwäldern hin zu dunklen Hochwäldern hat diese Verdrängung noch verstärkt.

Mit Rindenkrebs befallener Speierlingsbaum
Wenn heute aus „Rationalisierungsgründen“ die Pflege von jungen Beständen unterbleibt und diese sich selbst überlassen werden, haben selten gewordene Arten wie Speierling, Elsbeere, Wildbirne oder Wildapfel schlechte Zukunftsaussichten. Pilzbefall mit Nectria galligena verursacht Rindenkrebs an Speierlingen und beeinträchtigt zunehmend ihre Vitalität. Bei der Auswahl von Jungpflanzen ist bereits in der Baumschule darauf zu achten, dass alle befallsfrei sind. Eine besonders große Infektionsgefahr besteht auf ungünstigen Standorten (nass-kalte Böden, Schattenlagen).
Literaturhinweise
In der Schriftenreihe: "Naturschutz im Kleinen" herausgegeben von der Stiftung LBBW Natur und Umwelt, Fritz-Elsas-Straße 31, 70174 Stuttgart, sind erschienen:
Heft 14: "Der Speierling - Ein seltener Baum in Wald und Flur"
Heft 27: "Die Elsbeere"
Die Stiftung Wald in Not hat 2002 eine Informationsbroschüre zum Thema "Seltene Bäume in unseren Wäldern" herausgegeben, die auch einen Beitrag über die Elsbeere und den Speierling enthält. Die Broschüre ist erhältlich bei der DBU Naturerbe GmbH - Projekt Wald in Not, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn. Bitte bei Bestellungen 0,85 € Rückporto in Briefmarken beifügen. Weitere Informationen unterwww.wald-in-not.de.