Schon immer hat sich der Speierling trotz reicher Fruchtbildung schlecht vermehrt. Stets war er ein „Einzelgänger“ und bildete nie und nirgends Bestände der gleichen Art. Vermutlich vom Kaukasus aus hat er sich dennoch natürlich bis nach Westeuropa hin verbreitet.
Nach der Eiszeit gelang es der aus Deutschland verdrängten Art, aus Frankreich wieder hierher zurück zu wandern.

Heutige Verbreitung des Speierlings
Quelle: Rotach, P. (2003): EUFORGEN Technical Guidelines
Bis an den Nordrand der deutschen Mittelgebirge kam der Speierling, in Naumburg an der Saale liegt eines der nördlichsten Vorkommen. Selbst an den schroffen Abbrüchen der Küste in Südengland finden sich natürliche Vorkommen.
Literaturhinweise
In der Schriftenreihe: "Naturschutz im Kleinen" herausgegeben von der Stiftung LBBW Natur und Umwelt, Fritz-Elsas-Straße 31, 70174 Stuttgart, sind erschienen:
Heft 14: "Der Speierling - Ein seltener Baum in Wald und Flur"
Heft 27: "Die Elsbeere"
Die Stiftung Wald in Not hat 2002 eine Informationsbroschüre zum Thema "Seltene Bäume in unseren Wäldern" herausgegeben, die auch einen Beitrag über die Elsbeere und den Speierling enthält. Die Broschüre ist erhältlich bei der DBU Naturerbe GmbH - Projekt Wald in Not, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn. Bitte bei Bestellungen 0,85 € Rückporto in Briefmarken beifügen. Weitere Informationen unter www.wald-in-not.de.